Bilder             Christel Fuchs

Skulpturen     Arthur Goldgräbe

Klänge           Peter Schubert

Ausstellungsdauer: 08.05.2020 bis 07.06.2020
Öffnungszeiten: Sa. und So., jeweils von 14 bis 17 Uhr
Vernissage: Fr. 08.05., 19 Uhr

Es ist sicher richtig: „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ (Paul Watzlawick)
Wenn vom 8. Mai bis 8. Juni 2020 drei Künstler unterschiedlicher Kunstrichtungen und individueller Zugänge zur Kunst sich gemeinsam mit Arbeiten in der Kulturmühle präsentieren, soll vor allem das zum Ausdruck kommen.
Der Titel „Wechselwirkung(en)“ wurde von ihnen mit Bedacht gewählt – als Maxime ihres Arbeitsprozesses und in neugieriger Erwartung, welche Synergien und Interferenzen sich in der Zusammenarbeit ergeben. Die drei Künstler sind sich sicher – ihre Zusammenarbeit wird ihre individuellen Ideen von Kunst bereichern und Neues entstehen lassen.
Wir dürfen also gespannt sein, welche Wirkungen das auch auf uns haben wird.

Christel Fuchs/Malerin:
Seit über 40 Jahren malend unterwegs. Nach Jahren des Aquarellmalens, Kohlezeichnens, des offensichtlich Gegenständlichen, ein langsamer Prozess des Loslösens und der Hinwendung zur informellen Malerei. Christel Fuchs wählt gerne Materialien erdgeschichtlichen Ursprungs. Arbeitet mit Ölschiefer, Sumpfkalk, Sanden, Steinmehlen, Pigmenten…malerische Geologie. Es entstehen dreidimensionale, oft monochrome Bildräume. Die Schönheit des Zerfalls und der Prozess von Werden und Vergehen zieht sich durch ihr künstlerisches Wirken.

Arthur Goldgräbe/Bildhauer:
Seine Themen und Motive orientieren sich an Fragestellungen, die sich mit dem Wesen des Menschen befassen – als Individuum und als Gesellschaft. Für deren künstlerische Umsetzung präferiert er die Form der Installation. Hier stehen Skulpturen als Protagonisten unterschiedlicher Persönlichkeiten im Dialog miteinander und mithin auch mit dem Betrachter. Für diese raumbezogene Kunstrichtung bietet sich die Einbindung anderer Kunstformen an. So wird eine Ausstellung zu einem Narrativ, das Zusammenhänge, auch komplexer Art, mit unterschiedlichen künstlerischen Zugängen versinnbildlichen kann.

Peter Schubert/Klangkünstler:
… hinterfragt, hört zu, forscht, lässt sich treiben, nimmt auf, zerstört, ordnet neu, geht, ändert sich, stört und bleibt, unangepasst. Seit Mitte der 90er Jahre arbeitet er in den Bereichen Klangkunst, Performance, Installation und Improvisation, wobei zum großen Teil Field Recordings, Anti-Radio-Aufnahmen oder Töne verschiedener hard- und softwarebasierter Klangerzeuger die Ausgangsgrundlage seiner Arbeiten darstellen. Diese sind Großteils im Bereich der experimentellen Musik, der Musique concrète sowie artverwandten Genres einzuordnen. Egal, ob in Kooperationen mit anderen Künstlern verschiedener Richtungen oder als Einzelarbeit, die Auseinandersetzung mit einem Ort, seinen Menschen oder speziell verankerten Themen zählt dabei immer zu den Hauptbestandteilen. Seit 2008 zeigt er sich als Gründer und Klangkartograph des Projekts „heima®t“, einer Hörkarte für die schwäbische Alb zwischen Stauferland, Helfensteiner Land und der Region Alb-Donau, für den Betrieb und die Fortführung dieses Projekts zuständig, welches bis heute regelmäßig mit Klangeindrücken dieser ruralen Region aufwarten kann. Seit 2012 schickt er mit dem Projekt “abstiegsangst” Kunst und Klänge auf Reisen in die Welt.

www.auvikogue.org | www.heimart.org | www.abstiegsangst.org