Susanne Beyer, Sabine Winter,
Winni-Sophie Gunzenhauser und Dr. Wilhelm Schäberle
Ausstellungsdauer: 06.03. – 29.03.26
Geöffnet :Sa. und So. von 14 – 18 Uhr
Vernissage: 06.03.26 um 19 Uhr, EINTRITT FREI
Begrüßung: Barbara Baumung
Einführung: Marcel Egerter
Musik: Wolfgang Raiser (Gitarre) und Vicky Oberheuser (Saxophon)
Dr. Wilhelm Schäberle
Skulpturen aus Bronze, Holz, Stein, Keramik und Mixed Media zu gesellschaftspolitischen und psychosozialen Themen provozieren zum Nachdenken, verführen zum Schmunzeln und regen an, Lösungsansätze zu finden.
Susanne Beyer, Winni-Sophie Gunzenhauser, Sabine Winter
Bilder, die inspirieren – mal bunt, mal Ton in Ton.
Anregend. Vielfältig. Emotional.
Von Freunden angeregt und unterstützt, malte Winni-Sophie Gunzenhauser 2002 erste Bilder, zunächst noch ohne großen Enthusiasmus. Das änderte sich rasch, nachdem sie an diversen Kursen und Workshops teilgenommen und so ihr technisches Können verbessert hatte. Schon 2011 wurde sie eingeladen, ihre Arbeiten in Ausstellungen zu präsentieren.
Ihr bevorzugtes Medium sind Acrylfarben, gemalt auf Leinwand. Sie arbeitet vorwiegend abstrakt. Diese Art der expressiven Bildgestaltung findet sie besonders spannend, weil die ursprüngliche Bildidee jederzeit zu Gunsten sich neu entwickelnder Farb- und Formkombinationen verworfen werden kann. Soll ein Bild aber zu einer thematischen Auseinandersetzung beitragen, dann übernehmen vor allem Formen, manchmal auch Figuren und Gesichter die Aufgabe, die mit dem jeweiligen Thema verbundene Emotionen – durchaus auch humoristische – zu transportieren. Die Farben unterstützen diesen Prozess.
Seit über zehn Jahren arbeiten Susanne Beyer und Sabine Winter künstlerisch zusammen – und doch ist jedes Bild ein neues Gespräch. Beide sind Autodidaktinnen und fanden über kunsttherapeutische Erfahrungen zur Acrylmalerei. Von Anfang an ging es ihnen weniger um ein festes Ziel als um den Prozess: um Materialien, Schichten, Strukturen – und um die Freiheit, auszuprobieren, ohne genaue Vorstellung, wohin es führt. In gemeinsamen Stunden, Kursen und seit einem Jahr auch in einem geteilten Atelier experimentieren sie mit unterschiedlichen Techniken und Zufällen. Trotz intensiver Zusammenarbeit entwickelt jede ihre eigene künstlerische Handschrift weiter. „Gemeinsam malen – eigenständig wachsen“: So umschreiben Winter und Beyer ihren künstlerischen Dialog, der von Austausch, gegenseitiger Inspiration und der Freude am Entdecken lebt.
Farben, Formen und Emotionen prägen das künstlerische Schaffen von Sabine Winter. In ihren Bildern entstehen abstrakte Kompositionen aus klaren Formen und fließenden Farben. Schicht für Schicht entwickelt sich das Bild, oft ohne festes Ziel. „Beim Malen vergesse ich die Zeit“, sagt Winter über ihren Zugang. Farben inspirieren sie zum Experimentieren, Emotionen und gesellschaftliche Themen wie Respekt, Natur und Haltung gegen Rassismus fließen des Öfteren bewusst in ihre Arbeiten ein.
Susanne Beyer lässt ihre Bilder frei entstehen – ohne konkrete Vorstellung, offen für unterschiedliche Techniken. Aus abstrakten Anfängen entwickeln sich nicht selten überraschend Landschaften, Figuren oder geometrische Formen und Anordnungen. „Immer häufiger entsteht der erste Impuls bereits im Alltag – durch Beobachtungen, Bilder oder Szenen, die mich berühren und unmittelbar den Wunsch auslösen, sie malerisch weiterzuführen“, erläutert Beyer ihre Motivfindung. Beim Malen ist sie ganz im Hier und Jetzt: Das Denken wird leiser, das Spüren übernimmt.
Auch schon als Chirurg war Dr. Wilhelm Schäberle mit Lebenswelten, die zu Problemwelten werden, konfrontiert; dieser menschliche Kontext in seiner Dualität und Ambivalenz ist auch Inhalt seiner Skulpturen und Plastiken in vorwiegend psychosozialen und gesellschaftspolitischen Motiven.
Die Patina verschafft in den Bronzeskulpturen etwas malerisches und verstärkt die vielfältige Symbolik in Themen wie: Aufbruch, Selbstbefreiung, Haben oder Sein, Selbstzweifel, zwischenmenschliche Beziehungen, Alterung, Bedrohung, Krieg, Ampelkoalition, Klimakrise, DNA des Menschen, moderne Heilkunst, Baustelle Mensch, anthropozentrisches Zeitalter, polarisierte Gesellschaft, Afghanistan, Ambivalenz des Menschen, Tanz um den Mammon….
Eine Vorliebe, diese Themen auch in Gebrauchsgegenständen wie in Schalen oder einer Sitzgruppe mit Bronzehockern darzustellen, bringt die Kunst in den Alltag.
Abstraktion und die Einbeziehung von Symbolik pointieren auf das Wesentliche, jedoch in Formen verbleibend, die einen direkten Zugang und eine klare Aussage ermöglichen.
Ebenso wird in Holz-, Stein- und Keramikskulpturen sowie in Mixed Media Art, Menschsein in schwieriger werdenden Alltagsauseinandersetzungen aufgegriffen und zum Teil humorvoll umgesetzt, sowie kritisches Nachdenken provoziert und zu möglichen Lösungsansätzen anregt. Ihre Ästhetik verschafft den Skulpturen trotz der zum Teil schwerwiegenden Thematik eine animierende Leichtigkeit.



